Architektur als Sequenz

Mit seiner reichen Sammlung gilt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster als das zentrale Kunstmuseum in Westfalen. Im Zusammenspiel mit dem 1908 errichteten Gründungsbau bildet der Neubau von Staab Architekten eine eindrucksvolle Adresse in der Altstadt von Münster, an der Stadt und Architektur, Kunst und Kultur neu erlebt werden können.

Dabei zeichnet sich der 2014 eröffnete Museumsneubau durch eine Sequenz von vier Höfen aus, die das urbane Stadtleben an der Rothenburg mit dem ruhigen Domplatz verbinden. Auf den Ursprungsort der Stadt – den Dom – antwortet das Museum als Institution des 21. Jahrhunderts.

In der 2017 erschienen Publikation „Architektur als Sequenz“ werden die wechselvolle Geschichte des Ortes und der Entstehungsprozess des Neubaus dokumentiert: Wie reagiert der Entwurf auf den Kontext der Stadt? Welche Anforderungen stellt die Sammlung? Mit welchem Verständnis wird das Museum als öffentlicher, kultureller Ort entwickelt? Was bedeutet das Projekt aus der Sicht des Landschaftsverbandes für die Kulturpolitik? In Interviews und Beiträgen werden diese Fragen von Experten verhandelt.

Die Fotografin Elisabeth Deiters-Keul zeichnet mit ihren beeindruckenden Momentaufnahmen den mehrjährigen Bauprozess nach. Weitere Aufnahmen der Fotografen Hanna Neander und Christian Richters ermöglichen ungeahnte Blickwinkel und laden den Leser Seite für Seite zur Erkundungstour durch ein überraschend vielgestaltiges Bauwerk ein. Der Architekturjournalist Stefan Rethfeld konzipierte das Buch unter redaktioneller Mitarbeit von Alexandra Apfelbaum als Ortsbeschreibung der besonderen Art – das Museum wird in räumlichen und zeitlichen Sequenzen erlebbar.

(Quelle: Verlag Schnell + Steiner)

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