Architektur im Aufbruch. Planen und Bauen in den 1960er Jahren

Mitarbeit bei der Ausstellung “Architektur im Aufbruch. Planen und Bauen in den 1960ern” des M:AI 2009 für die Sektion in Bochum. Die Ausstellung widmete sich einer Phase der Nachkriegsmoderne, die zum Zeitpunkt der Präsentation heftig diskutiert wurde: die Architektur der 1960er-Jahre.

“Sanierung oder Abriss?” lautet meist die Frage beim Umgang mit dieser Bausubstanz, die – in die Jahre gekommen – oft marode aussieht. Doch vor der endgültigen Antwort lohnt sich ein genaues Hinschauen, denn die Architektur der 1960er-Jahre ist mehr als Beton, Verdichtung oder Großform.
“Architektur im Aufbruch” blickte differenziert zurück, skizzierte den historischen Kontext und beleuchtete Hintergründe für das damalige Architekturverständnis: Technikbegeisterung, Fortschrittsglauben, Lossagung von der Vergangenheit. Sie beschrieb die Vielfalt der baulichen Lösungen: Großformen wie die Ruhr Universität Bochum oder das Aachener Klinikum, neue Wohnformen wie in Köln Chorweiler oder kleinteilige Entwürfe wie beim Wohnhaus Mayer Kuckuck; sowie funktionale Formen wie beim Imbau-Spannbeton-Gebäude in Leverkusen oder die elegante Umsetzung amerikanischer Einflüsse im Dreischeibenhaus in Düsseldorf.

Das M:AI zeigte die Ausstellung in Bauwerken aus den 1960ern, sodass Besucher das Thema in realer Architektur erleben konnten. Hinzu kamen bei den Präsentationen noch aktuelle Fragen zum Umgang mit den Bauwerken. In Duisburg ging es um eine neue Nutzung für die nicht mehr primär für religiöse Zwecke genutzte Liebfrauenkirche. An der Ruhr Universität Bochum beschäftigte sich ein internationaler Wettbewerb mit der Sanierung und Neuorganisation der Hauptachse des Campus zwischen Modernisierung und Denkmalschutz.

Laufzeit: 24. August bis 18. Oktober 2009, Liebfrauenkirche Duisburg
Spielort: Liebfrauenkirche Duisburg
Spielorte: Liebfrauenkirche Duisburg
Weitere Spielorte: Audimax Ruhr-Universität Bochum, 25. Oktober bis 29. November 2009; Neues Rathaus, Köln, 11. Oktober bis 3. November 2011


Kuratoren: Thorsten Scheer Peter Behrens School of Architecture, FH Düsseldorf; Ursula Kleefisch-Jobst, Peter Köddermann, M:AI; Beratung: Andrea Meseke, Düsseldorf
Ausstellungsarchitektur: jangled nerves, Stuttgart
Partner: Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Stadt Duisburg, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Stiftung Brennender Dornbusch, BLB Dortmund, Ruhr Universität Bochum, GAG, Köln.