Die Betonmonster der Nachkriegszeit

Beitrag für das arte journal, Mai 2017.

Brutalistische Architektur, oder die einstürzenden Neubauten der Nachkriegszeit: seit den 1950er Jahren waren Gebäude mit Sichtbetonwänden der letzte Schrei. In den vom Krieg zerbombten Städten füllten sie Lücken, anderswo waren es die Beton gewordenen Träume einer avantgardistischen neuen Stadt, die auf der grünen Wiese Wirklichkeit wurden.

Heute verschwindet der Brutalismus zunehmend aus dem Stadtbild, denn er wird als hässlich wahrgenommen und viele der meist nicht denkmalgeschützten Gebäude werden eher abgerissen als saniert.
Gleichzeitig formieren sich Anhängergruppen, auch im Internet. Darunter ist z.B. die Facebook-Gruppe „The Brutalism Appreciation Society“, die sich für den Erhalt der städtebaulichen Zeugnisse aus den 1950er/60er Jahren einsetzt und weltweit heute über 47.000 Mitglieder hat. Angeregt durch die Aktivitäten dieser Facebook-Gruppe zeigt die Ausstellung 19 internationale künstlerische Positionen, die sich mit dem brutalistischen Baustil der Nachkriegsmoderne auseinandersetzen.

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