Eine Architekturschule baut sich selbst.

Forschungsprojekt zum Gebäude des Fachbereichs Architektur der FH Dortmund.

Vom Gebäude einer Architekturschule kann man erwarten, dass es etwa aussagt über die Disziplin, die es vertritt: die Architektur. Das Architekturgebäude der Fachhochschule Dortmund tut dies in ungewöhnlicher Weise – es berichtet über die Prozesshaftigkeit des Planens und Bauens, über die Partizipation der Auftraggeber und Nutzer, über die geteilte Verantwortung der an Entwurf und Ausführung beteiligten Akteure. Die Planung des Hauses begann 1994 mit einem Studierendenwettbewerb, setzte sich fort in einer mehrjährigen Überarbeitungsphase und gipfelte in einem von den Lehrenden angestoßenen Planwechsel, bevor das Gebäude 1999-2002 realisiert werden konnte.

Im Rahmen eines kleinen Forschungsprojektes gemeinsam mit Prof. Jörg Stabenow am Fachbereich Architektur der Fachhochschule Dortmund entsteht eine kleine Publikation. Mit dieser wird der Versuch unternommen, die wechselvolle Planungsgeschichte des Baus zu dokumentieren und die aufeinanderfolgenden Planungsschritte bis hin zum ausgeführten Bau im zeitgenössischen Architekturgeschehen zu verorten. Damit wird zugleich ein neues Kapitel der jüngsten Architekturgeschichte – die Architektur der 1990er Jahre – zum Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Eine ausführliche Bilddokumentation begleitet die Darstellung.

Foto: Gabriele Marl