Kurzinventar Grünflächenplanung der RUB

Die Gründung der Ruhr-Universität Bochum gehörte in der Nachkriegszeit zu den wichtigsten strukturellen Maßnahmen der Landesregierung für das Ruhrgebiet und die Stadt Bochum. Die Grünflächenplanung der Hochschule war eng mit dem Ziel verknüpft sowohl die Attraktivität der Hochschule durch eine entsprechende Landschaftsgestaltung zu steigern als auch Bestandteil der Raumordnung des Ruhrgebiets zu werden.

Das Grünplanungsamt war innerhalb des Staatshochbauamtes, das für den Bau der Ruhr-Universität zuständig war, eine selbstständige Gruppe. Es unterstand in der Anfangsphase dem Amtsvorstand und ist später der Generalplanung zugeordnet worden. Die Hauptaufgabe bestand zunächst darin, das Universitätsgelände zu analysieren und Kriterien für die Gesamtplanung zu erarbeiten.

Für die Grünplanung ergab sich als zentrales Ziel, das Gesamtbauwerk in die Landschaft einzugliedern. Weiterhin sollte eine Steigerung des räumlichen Erlebnisbereichs ermöglicht werden und eine Differenzierung der Freiräume zur besseren Orientierung erfolgen. Das landschaftsgestalterische Konzept beruht auf dem Prinzip einer weichen Überleitung der gegebenen Landschaftsformen über architektonisch gestaltete Zonen bis hin zu den strengen Bauformen des Komplexes selbst. Wesentlich war auch die Durchdringung des Universitätsbauwerks mit einem durchgehenden Grünzug.

Im Auftrag des LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen

Foto: Universitätsarchiv Bochum