Technische Universität Dortmund – Mehr als Beton und Bausysteme

Führung am Tag des offenen Denkmals 2018. Die TU Dortmund blickt im Jahr 2018 auf eine mittlerweile 50-jährige Geschichte zurück. Als Campusanlage am Rand der westlichen Innenstadt 1968 eröffnet, prägt sie mit vielen Einzelbauwerken unterschiedlicher Bauphasen bis heute das Stadtbild Dortmunds.

Bereits 1965 hatten die Bauarbeiten an der Baroper Straße auf dem Campus-Süd mit dem Allgemeinen Aufbau- und Verfügungszentrum (AVZ) begonnen. 1973 zog die ehemalige Pädagogische Hochschule in den ersten Bauteil der Universität an der Emil-Figge-Str. 50. Entworfen von Bruno Lambert, zeigt der zeittypische Systembau offen sichtbar seine Betonkonstruktion und kann dem Brutalismus zugeordnet werden, einem seit 1950 weltweit verbreiten Architekturstil der Nachkriegsmoderne. 1974 bezog die Abteilung Chemietechnik als erste Universitätsabteilung ihren Neubau auf

der Hauptbaufläche, dem heutigen Campus Nord. 1976 wurde dort die Mensa des Architekten Walter Henn eröffnet. Es folgten Bauten bekannter und weniger bekannter Architekten wie der Mathetower, das Audimax und das Physikgebäude sowie die Universitätsbibliothek, ebenfalls eine Vertreterin des Brutalismus, die gestalterisch Bezug auf das Rathaus in Boston nimmt.

Auch topographisch und städte- baulich weist das Hochschulgelände durch seine Lage einige Besonder- heiten auf. Die H-Bahn, als erstes automatisches Nahverkehrssystem der Bundesrepublik 1984 eröffnet, aber auch Erweiterungsflächen wie die der Fachhochschule oder des Technologiezentrums 1985 machen das Areal nicht nur architektonisch spannend und vielfältig.

12.30–14.30 Uhr
Rundgang zur Bau- und Architekturgeschichte, mit Dr. Alexandra Apfelbaum, Kunst- und Architekturhistorikerin, Dauer: ca. 2 Std., Treffpunkt: am Haupteingang der Bibliothek am Campus Nord